Lea Aderjan

Name: Lea Aderjan

Jahrgang: 1987

im forum: September 2010 - (mit Unterbrechung bis) Dezember 2015
wohnt, lebt und arbeitet heute in: Mannheim (bin ich treu geblieben)

als: als freischaffende Regisseurin und Theaterpädagogin

 

In welcher Phase Ihres Lebens waren Sie aus welchem Grund im forum?

Im Rahmen meines Studiums der Sozialen Arbeit absolvierte ich in der Zeit von Oktober 2010 bis Januar 2011 ein Teil meines Praxissemesters im forum. Der Schwerpunkt lag auf dem Bereich der Theaterarbeit unter der Leitung von Birgit Thomas. Hier konnte ich das „Augenblicktheater“ als Assistenz begleiten und die anderen theaterpädagogischen Gruppen und Angebote begleiten. Darüber hinaus war ich in das Team, die Verwaltung und die Organisation eingebunden und durfte an Konzeptionsbesprechungen, Teamsitzungen und der täglichen Arbeit im forum teilhaben. Nach dem Praxissemester bin ich dem forum in unterschiedlicher Weise immer wieder treu gewesen. Direkt im Anschluss an mein Praxissemester war ich einige Zeit weiter Mitglied der Improgruppe des forums „Impro²“ und konnte in der Spielzeit 2011/12 am Festival „Junges Theater im Delta“ teilnehmen. 2014 realisierte ich als Regisseurin mit „Impro²“ und anderen Darsteller*innen meine erste eigene Stückentwicklung „Geschlossene Gesellschaft“ am forum und arbeitete in „next generation“-Netzwerk für den Theater-Nachwuchs am forum mit den freien Theatergruppen

 

Was hat die Zeit im forum mit Ihrem persönlichen Werdegang zu tun?

Der Einblick in die Theaterarbeit von Birgit Thomas während meines Praxissemesters inspirierten nachhaltig. Die Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen bestärkten mich diesen Weg weiter zu beschreiten und den Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit auf die Theaterarbeit legen.  In diesem Sinne entschied ich mich meinen Master in Theaterpädagogik zu studieren.

 

Nennen Sie ein Schlüsselerlebnis aus Ihrer Zeit im forum?

Für mich war das Erleben der Kraft des Theaterspiels ein Schlüsselerlebnis, welches meine berufliche Orientierung beeinflusste. Durch das Spiel, die Arbeit mit dem eigenen Körper, das Entwickeln von Improvisationsfähigkeiten hat sich meine eigene Wahrnehmung erweitert und verändert. Einfach nur durch regelmäßige theaterpädagogische Warm Ups seine eigene Befangenheit aufzulösen, seiner eignen Stimme Raum zu geben und den Körper achtsam zu spüren verändert das eigene Standing und wirkt für mich in den Alltag.

 

Was ist für Sie typisch forum?

Die freie, ungezwungene, niederschwellige Art kulturelle Arbeit mit und für Jugendliche anzubieten

 

Welche Frage würden Sie dem forum gerne stellen / mitgeben?

Welche heimlichen Gespräche, vergangenen Geschichten und einmalige Situationen die dicken Wände des forums speichern? - > hier sollte man mal einen theatralen Stationenparcour draus machen 🙂

 

Hätte sich Ihr Leben zum Besseren / Schlechteren gewandelt, wenn Sie nicht im forum aktiv gewesen wären?

Vielleicht wäre mein Leben ruhiger geworden, aber vermutlich auch unglücklicher. Die Ruhe kann ich ja immer noch angehen 🙂

 

Was war die letzte forum Veranstaltung, die Sie besucht haben?

Das Jubiläum mit dem genialen Toast Hawaii, den 80er Jahre Hits und der trashigen Deko → könnte man mit ins Programm aufnehmen 🙂

 

Was ist Ihrer Meinung nach der schönste Raum im forum und warum?

Der beeindruckendste Raum im forum ist der kleine Besen-/Nebenraum am Jazzkeller. Winzig, total verwinkelt, mit zwei Türen, einer Ladenluke, einem Essensaufzug und noch einer kleineren Beistellkammer – dass es so was überhaupt geben kann, fasziniert 🙂